Tübinger Experten helfen beim Sichern der Trinkwasserversorgung in Öpfingen: Mehr als eine Viertelmillion Liter Trinkwasser bereitgestellt

Einsatz für die Fachgruppe Trinkwasserversorgung des THW Tübingen am ersten Oktoberwochenende: In Öpfingen, einer 2300-Einwohner-Gemeinde am Südrand der Schwäbischen Alb, war eine wichtige Pumpe in der Pumpstation ausgefallen. Die Haushalte konnten zwar nahtlos über den insgesamt 500.000 Liter fassenden Hochbehälter mit Trinkwasser versorgt werden; da jedoch kurzfristig kein neues Wasser mehr auf normalem Wege nachgepumpt werden konnte, war für die Zeitdauer der Reparaturen eine Hilfslösung notwendig.

Am Samstagmorgen befanden sich Vertreter der Gemeinde, Feuerwehr und des THW im Einsatz. Schnell stand fest, dass am Abend eine neue Pumpe bereitgestellt werden konnte, der Hochbehälter bis dahin jedoch extern mit frischem Wasser nachgefüllt werden sollte. Die Einwohner wurden vorsorglich aufgefordert, sparsam mit dem Leitungswasser umzugehen.

 

Feuerwehren begannen eine mehr als einen Kilometer lange Schlauchstrecke vom Hochbehälter der Nachbargemeinde zu errichten. Der Fachberater des THW Ortsverbandes Blaubeuren schlug der Einsatzleitung vor, auch die Fachgruppe Trinkwasserversorgung aus Tübingen heranzuziehen. Die Experten für Trinkwasseraufbereitung und -verteilung sollten mit einem Spezialmodul das neue Wasser für den Hochbehälter desinfizieren und mit Pumpen hineinfördern.

Nach ihrer Ankunft an der Einsatzstelle begannen die Tübinger THW-Helfer mit dem Aufbau der benötigten Pumpen und Geräte samt Stromversorgung. Mit 15.000 Litern pro Stunde wurde der Hochbehälter nach und nach mit frischem Trinkwasser aufgefüllt. Vom Gesundheitsamt wurde eine konkrete Konzentration an Chlor vorgegeben, die sicherstellen sollte, dass keinerlei Krankheitserreger ins provisorische Netz gelangen konnten. Bis zu den Haushalten verringerte sich die Menge an Chlor im Leitungswasser dabei auf ein Minimum, sodass es für die Endverbraucher nicht nur zu jeder Zeit sicher, sondern auch genießbar war.

In der Nacht auf Sonntag verblieb ein Trupp von THW-Helfern und Feuerwehrleuten an der Einsatzstelle. In regelmäßigen Abständen wurde die Güte des Trinkwassers gemessen und beurteilt. Da sich der Verbrauch des Trinkwassers in der Nacht auf ein Minimum verringerte, konnte der Hochbehälter immer weiter aufgefüllt werden.

Die neue Pumpe wurde am Sonntagmorgen gespült und startbereit gemacht. Seither kann die Gemeinde wieder ganz regulär und selbständig ihre Trinkwasserversorgung gewährleisten.

Für die Fachgruppe Trinkwasserversorgung endete der Einsatz mit einer durchweg sehr positiven Bilanz: Der Einsatzauftrag konnte zügig und effektiv erfüllt werden und die Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte verlief äußerst kameradschaftlich und vorbildlich. Insgesamt wurden 346.515 Liter Trinkwasser verarbeitet – das entspricht mehr als der Hälfte der Menge, die in ein 25m-Kurzbahnschwimmbecken passt.

Weitere Berichte zu diesem Einsatz finden Sie auch bei der Schwäbischen Zeitung und dem THW Blaubeuren.

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