THW Tübingen schickt vierköpfiges Team mit Trinkwasserexperten ins niederbayerische Katastrophengebiet

Die schweren Unwetter über Süddeutschland haben vor allem in Ostbayern zu schweren Schäden geführt. Allein in Simbach am Inn kamen infolge der Hochwasserkatastrophe sieben Menschen ums Leben. Darüber hinaus mussten viele Einwohner ihre beschädigten Häuser verlassen, Sachwerte wie Autos wurden von den Wassermassen völlig zerstört. Auch die Infrastruktur wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Trinkwasserversorgung für rund 10.000 Menschen brach zusammen.

Das Technische Hilfswerk ist in diesem Zusammenhang seit zwei Wochen im Einsatz. Neben Bergungs- und Instandsetzungsarbeiten wird durch zwei moderne Trinkwasseraufbereitungsanlagen die Versorgung der Bevölkerung gesichert. Mehrere THW-Ortsverbände aus dem gesamten Bundesgebiet haben bereits Personal und Material an die Einsatzstellen gebracht. Im Schichtbetrieb und durch einwöchige Teamwechsel werden die Aufbereitungsanlagen durchgängig in Betrieb gehalten: 30.000 Liter in der Stunde werden so zur Sicherung der Trinkwasserversorgung bereitgestellt. In der Summe wurden bereits weit mehr als 2 Millionen Liter Trinkwasser aufbereitet. Damit handelt es sich schon jetzt um den größten Inlandseinsatz dieser Art in der mehr als 60jährigen Geschichte des THW.

Am Sonntag, den 12. Juni 2016, startet nun auch ein vierköpfiges ehrenamtliches Expertenteam des THW Ortsverbandes Tübingen nach Simbach, um die bayerischen Kollegen vor Ort abzulösen und zu unterstützen. Dr. Armin Edalat wird als Gruppenführer den Einsatz fachlich leiten. Die Maschinisten Sebastian Löffler und Markus Walker sorgen für die reibungslose Funktion der Anlage. Dr. Jörg Wissler ergänzt als Trinkwasseranalytiker den Trupp. Alle Beteiligten wurden hierfür von ihren Arbeitgebern für die Einsatzzeit freigestellt. Voraussichtlich in einer Woche wird das Tübinger Team dann wieder abgelöst. Wie viele Wochen oder Monate der THW-Einsatz insgesamt noch andauern wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar.

Bookmark the permalink.

Comments are closed.