Auch Tübinger Spezialisten entsandt: Technisches Hilfswerk unterstützt gemeinsam mit Bundeswehr und Deutschem Roten Kreuz die Erstaufnahmeeinrichtung im bayrischen Erding

Tübingen/Erding: Das bayrische Erding bei München ist nicht nur wegen seiner idyllischen Landschaft, seiner berühmten gleichnamigen Brauerei oder seines Luftwaffenstützpunktes bekannt. Die Örtlichkeit und die bekannte, überaus große Offenheit der Einwohner sind eine große Hilfe bei der Bewältigung des aktuellen und historischen Flüchtlingsstromes aus unsicheren Ländern. Die dort einst lebenden Menschen haben sich  in der Hoffnung auf eine friedliche und mögliche Zukunft, welche sie in ihren Heimatländern aufgrund brutaler Gewalt und Verfolgung nicht mehr sehen, nach Europa und Deutschland zu Fuß auf den Weg gemacht. Es ist die größte Herausforderung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland seit der bereits gemeisterten Aufnahme von Millionen von Flüchtlingen in den Jahren 1945-1949, allerdings in damals weitaus schwierigeren wirtschaftlichen Zeiten.

Aktuell ist, neben vielen anderen Ortsverbänden des Technischen Hilfswerkes aus dem gesamten Bundesgebiet, auch das THW Tübingen aktiv an den Hilfeleistungen Rund um die Erstaufnahme in Erding beteiligt: Seit Monaten unterstützen die Einsatzkräfte unter der Leitung des Tübinger Ortsbeauftragten Ares Klöble die Planung und den Aufbau des dortigen Warteraums. Diese Aufnahmeeinrichtung, die für 5000 Menschen zur Erstbeherbergung und Versorgung ausgelegt ist, entsteht in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und dem Deutschen Roten Kreuz im Auftrag der Bundesregierung. Der ehemalige Flugzeughangar wurde für die neuen Unterkünfte umgebaut. Weitere Plätze wurden durch Zeltbauten ergänzt.

Zur Sicherung der Trinkwasserversorgung der Einrichtung wurden daher im Oktober 2015 weitere Spezialkräfte aus der Trinkwasserversorgungseinheit Tübingen nach Erding entsandt. Der Aufbereitungsspezialist Sebastian Löffler und der Wasseranalytiker Dr. Jörg Wissler des Ortsverbandes Tübingen unterstützten den Betrieb einer THW-Ultrafiltrations-Trinkwasseraufbereitungsanlage und die Leitung des mobilen THW-Umweltlabors zur chemischen und biologischen Qualitätskontrolle des vor Ort aufbereiteten Trinkwassers, zusammen mit den professionellen Kräften der Trinkwassereinheit des Ortsverbandes Starnberg. Die Trinkwasserversorgung konnte damit für alle Menschen in der Einrichtung Erding sichergestellt werden.

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wurde 1953 gegründet und ist für den inländischen Katastrophenfall ausgerüstet. Diese Katastrophen- und Bevölkerungsschutzorganisation des Bundes mit ihren zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern führte ebenfalls bereits viele Auslandeinsätze zur Trinkwasseraufbereitung und Versorgung in Katastrophengebieten in aller Welt durch. Dieses gesammelte Wissen steht bei der Hilfeleistung in der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung. Somit ist eine effiziente und effektive Hilfe für alle Bundesbürger möglich und  kommt allen zugute.

Für weitere Informationen:

THW OV Starnberg: www.thw-starnberg.de

JW

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