Aufstauen der Ammer – Einübung des Umgangs mit Spezialgerät im Hochwasserfall

Am Samstag, 1. September 2012, gingen für zahlreiche Helfer des THW Ortsverbandes Tübingen das Üben für den Hochwassereinsatz und die gezielte Zusammenarbeit mit der Stadt Tübingen Hand in Hand: Im Rahmen einer Kooperationen wurde in Unterjesingen in der Nähe des Festplatzes ein Arm der Ammer mit Hilfe einer 15 Meter langen Doppelkammerblase aufgestaut. Durch das ruckartige Öffnen des Wehrs im anderen Flussarm konnte das aufgestaute Wasser schwallartig in das davorliegende Flussbett hinabströmen – und es damit von hinderlichen Ablagerungen befreien. Nach zweimaligem Aufstauen war das Flussbett an dieser wichtigen Stelle ausreichend gesäubert und die THW Helfer konnten mit dem Rückbau beginnen.

Im konkreten Ablauf der Aktion wurde die vom Klärwerk Tübingen zur Verfügung gestellte Doppelkammerblase, die auch im Rahmen des akuten Hochwasserschutzes als wichtiges Spezialgerät zum Einsatz kommen könnte, zunächst mit Luft befüllt. In diesem Zustand konnte die Blase dann effektiv für die spätere Befüllung mit Wasser vorbereitet und ins Flussbett hineingezogen werden. Anschließend wurde die Tauchpumpe der Bergungsgruppe 2 angeschlossen, um die Kammern der Blase zunehmend mit Wasser zu beschweren. Im Zuge der Befüllung mit Wasser sank die Blase auf das Flussbett hinab – und dichtete dieses derart ab, dass die Ammer angestaut werden konnte.

Die gesamte Übung dauerte von ca. 8 bis 14 Uhr – und erwies sich sowohl was die Reinigung des Ammer-Flussbetts als auch was die Ausbildung unserer Helfer mit dem verwendeten Spezialgerät anging, als voller Erfolg.

Wir bedanken bei der Stadt Tübingen und den Mitarbeitern des städtischen Klärwerks für die gute Zusammenarbeit sowie beim THW Ortsverband Reutlingen für die Bereitstellung des Ladekrans, der nicht zuletzt beim Anheben des Wehrs eine große Unterstützung war.

 

 

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